Während die Weltöffentlichkeit 2014 auf die Entführung der Chibok-Schulmädchen blickte, verschwanden 42 Männer aus dem nigerianischen Dorf Gallari in militärischer Haft, wo sie schwerer Folter und unmenschlichen Bedingungen ausgesetzt waren. Durch die investigative Berichterstattung von Usman Abba Zanna kam ans Licht, dass 37 der Inhaftieren verstorben sind und Gallari durch die Abwesenheit der Männer fast ausgelöscht wurde. Die Rekonstruktion eines Falls von krasser Menschenrechtsverletzung durch staatliche Akteure - und eine Reportage gegen das Vergessen.
Sprachen: Englisch und Deutsch
Usman Abba Zanna ist ein nigerianischer Multimedia-Journalist, der über die Konflikte und die humanitären Krisen in der Region des Tschadsees berichtet. Er ist ausserdem Berater für Medien- und Konfliktmanagement.
Urs Mannhart lebt als Schriftsteller in La Chaux-de-Fonds. Er hat ein Studium der Germanistik und der Philosophie abgebrochen, ist lange Jahre für die Genossenschaft Velokurier Bern gefahren, war engagiert als Nachtwächter in einem Asylzentrum und absolvierte auf Demeter-Betrieben die landwirtschaftliche Ausbildung. Für sein literarisches Werk erhielt er eine Reihe von Preisen. Er gehört seit Beginn zum festen Autorenstamm des Magazins Reportagen.