Gäste:
Laurent Richard, Can Dündar, Netta Ahituv, Safwat Kahlout
Rund 60 ausländische Reporter:innen aus über 30 verschiedenen Ländern treffen sich mit den Kolleg:innen aus der ganzen Schweiz zu spannenden Inhalten und Networking.
Laurent Richard präsentiert sein globales Recherchenetzwerk Forbidden Stories und Can Dündar, der im Exil lebende ehemalige Chefredaktor der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet, schildert, wie er auf seinen Mörder traf. Anschliessend beleuchten der palästinensische Journalist Safwat Kahlout und die israelische Journalistin Netta Ahituv den Gaza-Krieg aus unterschiedlichem Blickwinkel.
Moderationen: Peer Teuwsen (NZZ am Sonntag) und Anna Trechsel (SRF).
Dieser Anlass ist Journalist:innen vorbehalten.
Bei Interesse Eintritt möglich auf vorgängige Anfrage an:
info@truestoryfestival.org.
Laurent Richard ist ein französischer Investigativjournalist und Dokumentarfilmproduzent. 25 Jahre lang produzierte er TV-Beiträge aus Konfliktregionen weltweit. Er überlebte als Büronachbar die Terrorattacke auf die Redaktion von Charlie Hebdo 2015. Dieses Ereignis führte zur Gründung von Forbidden Stories, deren Netzwerk 300 Journalisten und 90 Medienorganisationen weltweit umfasst. 2018 wurde Richard als «European Journalist of the Year» ausgezeichnet.
Can Dündar ist ein türkischer Journalist, Dokumentarfilmer und Buchautor. Der ehemalige Chefredakteur der Tageszeitung Cumhuriyet wurde 2015 in der Türkei der Spionage angeklagt und 2016 dafür für schuldig befunden. 2020 kam eine Verurteilung wegen Terrorunterstützung dazu. Er lebt und arbeitet im Exil in Deutschland.
Netta Ahituv ist leitende Autorin und Redakteurin bei der israelischen Tageszeitung Haaretz, welche von der Regierung boykottiert wird. Sie verfasst vielfältige Reportagen, von denen sich viele mit den Konflikten in der Region und mit Menschen befassen, die ihr Leben der Lösung dieser Konflikte widmen. Vor kurzem hat sie einen Roman fertiggestellt, der in Kürze beim Schweizer Verlag Kein & Aber erscheinen wird.
Der aus Gaza stammende Journalist Safwat Kahlout arbeitete für internationale Medien, unter anderen für die britische BBC, die italienische RAI, die New York Times und den britischen Guardian. Ab 2010 berichtete er als Festangestellter von Al Jazeera von den verschiedenen Kriegen zwischen Israel und Gaza. Im April 2024 floh er mit seiner Frau und seinen sieben Kindern.