Svetlana Alexijewitsch wurde in Iwano-Frankiwsk in der Ukraine geboren. Derzeit lebt die international bekannte Schriftstellerin, die sich als engagierte Kritikerin des diktatorischen Regimes ihres Landes profiliert, in Minsk, Weißrussland. Ihre Bücher wurden bislang in 47 Sprachen übersetzt und in 52 Ländern veröffentlicht, dienten als Grundlage für ein Dutzend Theaterstücke, und mehr als zwanzig ihrer Skripte wurden als Dokumentarfilme verfilmt. Sie ist Trägerin zahlreicher Auszeichnungen, darunter der Nobelpreis für Literatur 2015, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2013, der französische Prix Médicis essai 2013; der Preis für das beste Buch des Jahres 2013 der französischen Literaturzeitschrift Lire für ihr Buch «Zeit aus zweiter Hand»; den Ryszard-Kapuściński-Preis für literarische Reportage, Polen, 2011; den Angelus-Preis für mitteleuropäische Literatur, Polen, 2011; den National Book Critics Circle Nonfiction Award für «Voices from Chernobyl», New York 2006; Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis, Osnabrück, 2001; den Robert-Geisendörfer-Hörspielpreis der Deutschen Akademie für darstellende Künste, Berlin, 2000; den «Témoin du Monde», Paris, 1999; «Das beste politische Buch des Jahres», Friedrich-Ebert-Stiftung, Bremen, 1998; der Andrej-Sinjavskij-Preis, Moskau, 1997; der Kurt-Tucholsky-Preis, Schwedischer PEN-Club, Stockholm, 1996.
Svetlana Alexijewitsch hat ein ganz eigenes literarisches Sachbuchgenre geschaffen. Sie schreibt «Romane der Stimmen». Sie hat dieses Genre Buch für Buch weiterentwickelt und dabei die Ästhetik ihrer dokumentarischen Prosa, die auf
