Elena Racheva

Seit mehr als 15 Jahren arbeitet Elena Racheva als Sonderkorrespondentin für die unabhängige russische Zeitung «Nowaja Gaseta» und berichtet über politische und gesellschaftliche Ereignisse sowie Themen im Zusammenhang mit der sowjetischen Geschichte und dem kollektiven Gedächtnis.

Elena hat zwei Bücher veröffentlicht: «Wolf’s Land» (2018), eine Sammlung von Langtexten aus abgelegenen Regionen Russlands, die sich mit dem Zerfall des sozialen Gefüges in Russland und der Unfähigkeit der Überreste des zusammengebrochenen Sowjetimperiums befassen, seine Bürger zu schützen; sowie «Artikel 58: Uneliminated. Stories of People Who Survived What We All Fear Most» (zusammen mit Anna Artemieva), das mündliche Zeitzeugenberichte ehemaliger sowjetischer Gulag-Häftlinge und Täter enthält. Das Buch erschien in Russland (2016, 2018) und wurde ins Ukrainische, Polnische und Französische übersetzt.

Als freiberufliche Autorin hat Elena Beiträge für verschiedene Medien verfasst, darunter «Vedomosti», «Open Space», «Colta» und «openDemocracy». Außerdem war sie Chefredakteurin der russischen Ausgabe von The New York Times International Weekly (2009–2010) und Fellow am Woodrow Wilson International Center for Scholars (2015–2016) in Washington, D.C.

Elena hat an der Universität Oxford promoviert und arbeitet dort derzeit als Forscherin am Institut für Soziologie.